Kräuterspirale - Webseite Empel

Bio- Kräutergärtnerei Empel
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Was ist eine Kräuterspirale?

 
Es ist der Versuch die unterschiedlichen Klima- und Bodenansprüche der verschiedenen Kräuter auf kleinem Raum nach zu bilden.

 
Teich- oder Naßzone – ganz unten
Feuchte Zone – kommt danach
gemäßigte Zone – im mittleren bis oberen Bereich
mediterrane oder Mittelmeerzone – ganz oben, das 'Dach' so zu sagen.
Kräuterspirale aus Metall_2
Spirale aus Metallelementen
    
Wie groß sollte eine Kräuterspirale sein?

 
Grundsätzlich gibt es keine Einschränkung. Auch muß die Form nicht unbedingt rund, bzw. spiralförmig sein. Lediglich eine gewisse Mindestgröße sollte man einhalten, ca 3 m² auf der Grundfläche und ca 1 m in der Höhe. Bei Spiralen dieser Größe werden stark wachsende Arten wie Minzen, Alant, Zitronenmelisse u.ä. neben die Spirale gesetzt. Je größer die Spirale um so eher kann man auch diese Pflanzen mit integrieren.
    
Aufbau

 
Einige grundsätzliche Dinge:

 
Je näher die Spirale an der Küche und je besser der Weg dahin gepflastert ist um so öfter geht man von der Küche aus zum ernten.
Ein sonniger Standort sollte es schon sein, ist er noch geschützt vor rauhen Winden so haben auch Pflanzen im Winter bessere Überlebenschancen. Auch setzt die Entwicklung im Frühjahr zeitiger ein und im Herbst läßt es sich etwas länger ernten.

 
Kräuterspirale aus Metall_
    
Nun zum Bau:

 
zuerst werden die Materialien besorgt.
Steine – Kalksteine, Sandsteine, Feldsteine oder
man kann die Wände auch aus Gabionen, imprägniertem Holz, Stelen (Naturstein oder Beton) oder Fertigteilen bauen.
Bauschutt – dieser wird benötigt für die innere Höhe aufzufüllen.
Schotter – als Unterlage
Teichfolie
Gartenboden, Torf , Kompost.

 
Nun beginnt der Bau. Zuerst wird eine entsprechende Fläche abgesteckt und ausgehoben,  Tiefe ca. 20 cm. Dann wird der Schotter ca 10- 12 cm dick eingebracht und verdichtet. Dies ist das Fundament für die Steine und gleichzeitig eine Drainage für den Wasserabfluß. Dann wird noch ein Loch für den Miniteich ausgehoben ca 80*80 cm und ca 40 cm tief. Der Teich sollte in Richtung Süden zeigen. Eine Teichfolie dient als Abdichtung. Die Anlage der Wasserfläche sollte so tief erfolgen, daß durch Einlegen von Jutegewebe und/oder Erde eine Schicht entsteht die als Docht wirkt und mit dem umliegenden Grund in Verbindung steht.
Als nächstes wird mit dem Bau der Mauer begonnen. Langsam ansteigend, beginnend am Teich führt sie in die Höhe. Steinbruch und Aushuberde bzw. Bauschutt dienen als Füllmaterial. Die Steine geben dem Ganzen den erforderlichen Halt und speichern zudem die Wärme aus den Sonnenstrahlen. Zum Schluß wird ca. 20-30 cm die eigentliche Vegetationsschicht aufgebracht.  Diese besteht aus 50 % Gartenboden, 50 % Kompost und Torf. Für den unteren Teil. Je weiter man in die Höhe kommt um so geringer wird der Kompost- und Torfanteil. Dieser wird nach und nach durch Sand und Splitt ersetzt. Im oberen Bereich sollte  die Mischung aus 50 % Gartenboden und 50% Sand und Splitt bestehen, hier wäre auch etwas Kalk angebracht. Dies ist die gut drainagie-rende Schicht für die  mediterrane Bepflanzung. Beim Bau einer größeren Spirale sollte man an manchen Stellen die Mauer so stabil bauen, daß man darauf laufen kann; auch der Einbau von Trittsteinen ist empfehlenswert. So kann man Ernte- und Pflegearbeiten machen ohne auf die Erde zu treten und diese zu verdichten. Die Pflanzfläche zwischen den Mauern sollte im Minimum 60 cm sein. So steht genügend Fläche für die Kräuter zur Verfügung.
Bepflanzung

Ist die Spirale groß genug so kann man auch groß werdende Arten wie Alant und Liebstöckel einpflanzen, ansonsten finden diese ihren Platz neben der Spirale. Auch Minzen und Estragon, die Wurzelausläufer bilden sind nur bedingt geeignet für in die Spirale zu setzen, auf jeden Fall muß man auf diese ein Auge haben, sonst wuchern sie in ein bis 2 Jahren alles zu. An den Rand kommen Kapuzinerkresse, die dort schön ranken kann oder kriechende Pflanzen wie Rosenduftthymian, Kümmelthymian und Tripmadam. Auch ist es eine Überlegung wert nicht nur winterharte Pflanzen zu nehmen, auch die einjährigen wie Dill, Kerbel, Senf, Fenchel, Kamille werden gerne verwendet. Für diese läßt man eine Lücke um sie jährlich nachzupflanzen.
Kräuterspirale aus Kalkstein_3
längliche Spirale aus Natursteinen
Bepflanzungsbeispiele:

 
Wasserzone: englische Wasserminze, Brunnenkresse

 
Feuchte Zone: Kerbel, Schnittlauch, Sauer-, Blutampfer, Petersilie, Rucolaarten,
im Schatten: Bärlauch und Waldmeister

 
gemäßigte Zone: Kümmel, Anis, Melisse, Pimpinelle, Portulak, Ysop, Oregano, einjähriges Bohnenkraut, Fenchel, Currykraut, Eberraute, Colastrauch, Schnittknoblauch

 
mediterrane Zone: Thymianarten, Majoran, Lavendel, Rosmarin, Olivenkraut, Oregano, Basilikum, Bergbohnenkraut
in den Zwischenräumen der Steine: Tripmadam und Mauerpfeffer, hängendes Bohnenkraut

 
Es gibt viele weitere Möglichkeiten der Bepflanzung, je nach persönlichen Vorlieben, diese Auflistung soll nur ein ungefährer Hinweis sein.
    
Pflege

 
Nach der Pflanzung mit viel Wasser angießen. Im ersten Standjahr sollte man dies in trockenen Zeiten wiederholen. Hin und wieder wird der Boden gelockert und das Unkraut entfernt. Im 2.ten Standjahr werden die Gießintervalle immer weniger, das Lockern des Bodens auch, nur Unkraut muß noch entfernt werden. Ab dem dritten Standjahr gibt es nur noch gelegentliche Arbeiten; eventuell muß man stark wuchernde Kräuter durch Rückschnitt eindämmen. Vor dem Winter ist bei einigen Sträucher ein Rückschnitt angebracht und die empfindlichen Arten werden durch Abdecken etwas geschützt. Das wars. Ab jetzt kann man sich auf das nächste Frühjahr freuen wenn es wieder losgeht.
Kräuterspirale aus Kalkstein_1
Kräuterspirale aus Kalkstein_2
    
Hinweis

 
Diese Bauanleitung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es gibt noch sehr viele Varianten, je nach Standort, verwendeten Baumaterialien und dem persönlichen Bedarf des Erbauers. Weiterhin noch der Hinweis: haben Sie Mut zur Lücke, vor Allem am Anfang. Die Kräuter werden sich ausdehnen, und wenn dann zu dicht gesetzt wurde muß entweder wieder entfernt oder ständig zurückgeschnitten werden. Zu dicht gesetzte Pflanzen behindern sich gegenseitig und so kommt keine Luft zwischen ihnen hindurch, was zu erhöhtem Pilzbefall führen kann.

 
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und eine gute und reichhaltige Ernte mit Ihrer Kräuterspirale

 
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